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Nadine Sierra sagt Auftritte ab: Marina Rebeka übernimmt Maria Stuarda in München

Die Sopranistin Nadine Sierra muss ihre Auftritte in den kommenden Monaten aus gesundheitlichen Gründen absagen. Damit entfällt auch ihr geplantes Rollendebüt als Maria Stuarda an der Bayerischen Staatsoper. Marina Rebeka übernimmt die Titelpartie in Donizettis Königinnen-Drama, das am 20. Dezember 2026 in München Premiere hat.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Nadine Sierra© Gregor Hohenberg
Nadine Sierra

Mainz/München - Die amerikanische Sopranistin Nadine Sierra hat ihre Auftritte für die kommenden Monate abgesagt. In einer am 6. November veröffentlichten persönlichen Mitteilung erklärte sie, dass sie sich einem notwendigen medizinischen Eingriff unterziehen und anschließend Zeit für ihre Erholung benötigen werde. Betroffen ist auch ihre geplante Mitwirkung an der Neuproduktion von Gaetano Donizettis Maria Stuarda an der Bayerischen Staatsoper.

Sierra sollte am 20. Dezember 2026 ihr Rollendebüt als Maria Stuart geben. Die Titelpartie übernimmt nun Marina Rebeka, die auch die Vorstellungen am 23., 27. und 30. Dezember sowie am 2. Januar 2027 singt. Die Premiere unter der musikalischen Leitung von Martin Rajna und in der Inszenierung von Francesco Micheli bleibt wie geplant angesetzt.

In ihrer Mitteilung berichtete Sierra von gesundheitlichen Beschwerden, die sie seit Jahren begleiten. Vor drei Jahren seien zwei Veränderungen in ihrer linken Brust biopsiert und als gutartig eingestuft worden. Eine davon habe sich inzwischen deutlich vergrößert und zuletzt Schmerzen sowie weitere Beschwerden verursacht. Deshalb habe sie sich entschieden, den betroffenen Bereich vollständig entfernen zu lassen. Zugleich appellierte sie an Frauen, gesundheitliche Auffälligkeiten regelmäßig untersuchen zu lassen und notwendige Abklärungen nicht aufzuschieben.

Die Absage betrifft einen wichtigen Termin in Sierras Saison 2026/27. Die Sopranistin gehört zu den international gefragten Sängerinnen ihres Fachs und gastiert regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern. An der Bayerischen Staatsoper debütierte sie 2022 als Lucia di Lammermoor. Mit der Maria Stuarda sollte sie nun eine weitere zentrale Donizetti-Partie übernehmen, die dramatische Präsenz und hohe belcantistische Virtuosität verbindet.

Marina Rebeka ist mit dem italienischen Repertoire vertraut und bereits mehrfach an der Bayerischen Staatsoper aufgetreten. In der neuen Produktion stehen ihr Anastasia Bartoli als Elisabetta, Iván Ayón Rivas als Leicester und Riccardo Fassi als Talbot zur Seite. Die Oper erzählt vom politischen und persönlichen Konflikt zwischen Maria Stuart und Elisabeth I., der in den musikalischen Auseinandersetzungen der beiden Königinnen seinen dramatischen Höhepunkt findet.

Wann Nadine Sierra auf die Bühne zurückkehren wird, ist bislang nicht bekannt. Sie bedankte sich bei ihrem Publikum für Verständnis und Unterstützung und kündigte an, sich nach ihrer Genesung wieder zu melden.

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